Checkliste Asbest: Erstes Risiko für Asbest im Gebäude einschätzen
Diese Checkliste hilft dir dabei, eine erste Orientierung zu bekommen. Sie ersetzt keine fachliche Untersuchung, kann aber zeigen, ob genauer hingeschaut werden sollte. Diese Checkliste ersetzt keine Laboranalyse – sie hilft lediglich dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen. Vorsicht und Vorbereitung sind der beste Schutz für deine Gesundheit und die aller Beteiligten.
Ein Fachmann sollte immer hinzugezogen werden, da nur eine professionelle Untersuchung zuverlässig klären kann, ob tatsächlich Asbest vorhanden ist – und gleichzeitig sicherstellt, dass Mensch und Umgebung vor gefährlichen Fasern geschützt werden.
Die 5-Minuten-Asbest-Schnellprüfung für Zuhause
Mit dieser kurzen Selbstprüfung kannst du dein Asbest-Risiko grob einschätzen:
1. Baujahr checken: Liegt es vor 1990?
2. Originalzustand prüfen: Sind noch alte Materialien vorhanden?
3. Verdächtige Baustoffe entdecken: Kleine harte Bodenplatten, Wellplatten oder alte Isolierungen?
4. Zustand bewerten: Intakt oder bereits beschädigt?
5. Arbeiten geplant: Stehen Renovierungen an, bei denen vorhandenes Material bearbeitet oder entfernt wird?
6. Alte Bauunterlagen prüfen: Oftmals findet man dort Hinweise zu den empfohlenen Herstellern oder Baustoffen.
Lese hierzu bitte auch die vertiefenden Erklärungen auf dieser Seite. Es empfiehlt sich fast immer eine professionelle Untersuchung, bevor du mit Arbeiten beginnst.
1. Baujahr des Gebäudes prüfen: Vor 1990 gebaut oder saniert?
Dann besteht grundsätzlich ein erhöhtes Risiko, da Asbest in vielen Ländern erst in den frühen 1990er-Jahren verboten wurde.
- Besonders hohes Risiko: Baujahr ca. 1950–1985
- Mittleres Risiko: Renovierungen bis Anfang der 1990er
- Geringes Risiko: Neubauten danach
Wichtig: Auch ein älteres Haus kann später mit asbesthaltigen Materialien renoviert worden sein.
2. Typische asbesthaltige Materialien erkennen
Asbesthaltige Bauaterilien zu erkennen ist schwierig bis unmöglich, da die Fasern als solche nicht erkennbar sind. Wir lassen Proben in unserem Labor untersuchen, so können wir sicher sein, dass ein Baustoff asbestfrei ist – oder eben auch nicht.
Insofern dient diese Liste als Hinweis für eine genauere Untersuchung.
- Faserzementplatten an Dach oder Fassade
- Alte Vinyl- oder kleine Bodenplatten
- Rohrisolierungen im Keller
- Nachtspeicherheizungen
- Alte Fliesen- oder Bitumenkleber
Nach Abgleich mit dem Baujahr ist bei diesen Baustoffen eine Prüfung immer sinnvoll.
3. Zustand der Baumaterialien bewerten
Sind der verbauten Stoffe unbeschädigt oder bereits brüchig? Liegen sie offen oder sind sie verdeckt?
- Intakte Materialien setzen meist weniger Fasern frei.
- Risse, Bruchstellen oder starke Verwitterung erhöhen das Risiko.
- Offene, faserige Stellen sind ein Warnsignal.
Beschädigte Materialien sollten niemals selbst bearbeitet werden. Wir prüfen diese Stoffe schnell und unkompliziert bei Ihnen vor Ort und in unserem Labor.
4. Renovierung oder Sanierung geplant?
Jetzt wird es besonders wichtig – vor allem für Selbermacher, Heimwerker und Handwerker. Bei Arbeiten wie Bohren, Schleifen, Fräsen, Abstemmen oder dem Entfernen alter Beläge können Baustoffe beschädigt werden, die möglicherweise Asbest enthalten. Dabei entstehen feine, unsichtbare Fasern, die sich in der Luft verteilen und eingeatmet werden können. Deshalb sollte vor Beginn größerer Renovierungsmaßnahmen, insbesondere in älteren Gebäuden, immer geprüft werden, welche Materialien verbaut wurden. Im Zweifel gilt: erst untersuchen lassen, dann arbeiten – so lassen sich Gesundheitsrisiken wirksam vermeiden.
Arbeiten wie:
- Bohren
- Schleifen
- Fräsen
- Abstemmen
- Entfernen alter Beläge
können Fasern freisetzen, wenn in ihnen Asbest enthalten ist. Vor größeren Eingriffen empfiehlt sich daher immer eine Prüfung.
5. Gibt es alte Bauunterlagen?
Baubeschreibungen, Rechnungen oder Sanierungsprotokolle können Hinweise auf verwendete Materialien geben. Begriffe wie „Faserzement“, „Eternit“ oder andere alte Markenbezeichnungen sind mögliche Indizien.
Wann du unbedingt genauer prüfen lassen solltest
- Gebäude vor 1990 und verdächtige Materialien vorhanden
- Unklare Baustoffe bei geplanter Renovierung
- Beschädigte alte Bauteile
- Kauf einer älteren Immobilie
Eine professionelle Materialanalyse schafft schnell Klarheit und verhindert unnötige Gesundheitsrisiken.
Jetzt beraten lassen – bevor Sie eine Immobilie renovieren, sanieren oder kaufen
Ob kleine Modernisierung oder umfassendes Bauprojekt – eine frühzeitig geplante Asbestsanierung verhindert Überraschungen und gibt Ihnen volle Kontrolle über Ihr Vorhaben. Gerade bei älteren Immobilien lohnt es sich, mögliche Risiken professionell abklären zu lassen.
Wenn Sie in Hennef, Siegburg, Bonn oder Troisdorf eine Renovierung planen, eine Immobilie kaufen oder einfach Klarheit gewinnen möchten, unterstützen wir Sie mit Fachwissen und Erfahrung.
Kontaktieren Sie Udo Mehling für eine unverbindliche Beratung. Eine professionelle Asbestsanierung ist nicht nur eine Investition in Ihre Immobilie – sondern vor allem in Gesundheit, Sicherheit und Zukunft.
Das Parkettstudio Mehling
Bödinger Hof 8
53773 Hennef
Da unser Betrieb nicht immer besetzt ist, bitten wir um telefonische Terminvereinbarung unter 0160 90 90 4519 oder per Whattsapp.